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Trierer Inventar für Medikamentenabhängige

 PSYNDEX Tests-Dokument: 9004098
 

TIM - Trierer Inventar für Medikamentenabhängige (PSYNDEX Tests Review)

 

Trier Drug Dependency Inventory/zpid
Synonym(e): T-I-M

 Klein, M., Funke, J., Funke, W. & Scheller, R.
 (1984). Trierer Inventar für Medikamentenabhängige (TIM). Trier: Universität Trier, Fachbereich I - Psychologie.

Online im Internet: http://www.psychologie.uni-heidelberg.de/ae/allg/mitarb/jf/TIM_frabo.pdf

 Bezugsquelle: Das Verfahren ist im "Elektronischen Testarchiv" des ZPID enthalten und steht unter der "Creative Commons Namensnennung - Nicht-kommerziell - Keine Bearbeitung 3.0 Unported (CC BY-NC-ND 3.0)"-Lizenz (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.de); es kann für nichtkommerzielle Forschungs- und Unterrichtszwecke kostenlos eingesetzt werden. ; URL: https://www.testarchiv.eu/ ; Stand: 1.5.2018.
Anmerkung: Die Items sind auch abgedruckt bei Funke, Funke, Klein und Scheller (2001, S. 99-103).
 Adresse(n): o Prof. Dr. Joachim Funke, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Psychologisches Institut, Allgemeine und Theoretische Psychologie, Hauptstraße 47-51, D-69117 Heidelberg ; E-Mail: joachim.funke@psychologie.uni-heidelberg.de ; URL: http://www.psychologie.uni-heidelberg.de/ae/allg/mitarb/jf/index.html ; Stand: 24.02.2014
o Prof. Dr. Michael Klein, Kompetenzplattform Suchtforschung, Katholische Fachhochschule Nordrhein-Westfalen (KFH NW), Wörthstraße 10, D-50668 Köln ; E-Mail: Mikle@kfhnw.de ; Stand: 10.03.2008
o Prof. i.R. Dr. Reinhold Scheller bei PsychAuthors: https://www.psychauthors.de/psychauthors/index.php?wahl=forschung&uwahl=psychauthors&uuwahl=p00712RS
 WWW-Informationen:
 

Abstract

Diagnostische Zielsetzung:
Das TIM soll verschiedene Aspekte der Medikamentenabhängigkeit differenziert erfassen, um auf Basis der Ergebnisse den therapeutischen Prozess planen zu können.


Aufbau:
Das TIM besteht aus 94 Fragen, von denen sich 81 auf verschiedene Aspekte des Medikamentenkonsums beziehen (Skalen 1-5), während 13 weitere partnerschaftsbezogene Aspekte thematisieren (Skalen 6-7). Die Auftretenshäufigkeit der beschriebenen Verhaltensweisen sind vom Probanden auf einer vierstufigen Skala (oft, manchmal, selten, nie) zu beantworten. Die Items lassen sich sieben faktorenanalytisch gebildeten Skalen zuordnen: (1) Negative Folgen des Konsums, (2) Positive Folgen und Funktionalität des Konsums, (3) Süchtig-auffälliger Konsum, (4) Medikamente als Lebenshilfe, (5) Absetzversuche und polyvalenter Konsum, (6) Partnerschaftsfaktor I, (7) Partnerschaftsfaktor II.


Grundlagen und Konstruktion:
Dem TIM liegt das multidimensionale Modell der Alkoholauffälligkeit von Wanberg und Mitarbeitern (1977) zugrunde, welches verschiedene Störungsaspekte wie z.B. konsumbezogene Verhaltensweisen und Symptome sowie soziale und psychologische Hintergrundvariablen einbezieht. Davon ausgehend wurden entsprechend dem Trierer Alkoholismusinventar drei Bereiche operationalisiert: (1) Stile des Alkoholkonsums, (2) negative Konsequenzen des Alkoholkonsums und (3) positive Konsequenzen des Alkoholkonosums. Für den TIM wurden einige Items bezüglich der Medikamentenabhängigkeit umformuliert, andere Items wurden durch neue, speziell auf die Medikamentenabhängigkeit zugeschnittene Items ersetzt. Das vierstufige Antwortformat des TAI wurde beibehalten. Überprüft wurde das Verfahren anhand von 309 Patienten mit Medikamentenabhängigkeit (55% weiblich, Alter 25-79 Jahre). Die Faktorenanalyse der 81 Items des TIM-Hauptteils ergab eine Fünffaktorenlösung, die 49.3% der Varianz aufklärte. Die 13 Partnerschaftsitems wurden nach einer Faktorenanalyse der 221 Datensätze von Personen, die in Partnerschaften lebten, zwei Faktoren zugeordnet (69.7% aufgeklärte Varianz).


Empirische Prüfung und Gütekriterien:
Reliabilität: Die internen Konsistenzen für 309 Patienten mit diagnostizierter Medikamentenabhängigkeit liegen für die sieben Skalen zwischen .63 und .95.
Validität: Faktorenanalysen ergaben insgesamt sieben TIM-Skalen.
Normen: Normen liegen nicht vor. Von 309 Patienten mit Medikamentenabhängigkeit werden die Skalenmittelwerte und Standardabweichungen berichtet.

 

Testkonzept

 

Theoretischer Hintergrund

Das Trierer Inventar für Medikamentenabhängige (TIM; Klein, Funke, Funke & Scheller, 1984) dient der differenzierten Erfassung der Medikamentenabhängigkeit bei bereits identifizierten Medikamentenabhängigen (F11 bis F16, F19 nach ICD-10; Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information, 1994) und bei Personen mit erkennbarem Medikamentenmissbrauch. Die mittels des Fragebogens gewonnenen Selbstbeschreibungen sollen für die Planung und Durchführung des therapeutischen Prozesses nutzbar gemacht werden.
In der Bundesrepublik Deutschland wird die Zahl der Personen mit Medikamentenmissbrauch oder -abhängigkeit auf 1.2 Millionen geschätzt (Poser & Poser, 1996), wobei insbesondere Frauen und ältere Menschen als gefährdet gelten (Glaeske, Günther & Keller, 1997). Psychische Störungen können dabei Auslöser einer Medikamentenabhängigkeit sein (z.B. erhöhte Angstbereitschaft, Depression), sie können jedoch auch Folgen des komplexen Abhängigkeitsgeschehens sein oder nach Absetzen der Medikamente als Entzugssyndrome auftreten (Grohmann, Poser, Schmidt & Wolf, 1991; Kovar, 1992). Es existieren bereits einige Instrumente zur Diagnose der Suchtmittelabhängigkeit, die den Autoren zufolge akzeptable psychometrische Eigenschaften aufweisen, wie z.B. der englischsprachige Benzodiazepine Dependence Questionnaire (BDEPQ; Baillie & Mattick, 1996) sowie der niederländische Benzodiazepine Dependence Self-Report Questionnaire (Bendep-SRQ; Kan, Breteler, Timmermans, van der Ven & Zitman, 1999). Vermisst wird jedoch ein Instrument, das eine "differenzierte Therapieindikation, d.h. eine Zuweisung der PatientInnen zu bestimmten, für sie geeigneten Therapieformen zwecks Veränderung der Verhaltensstörungen" (Funke, Funke, Klein & Scheller, 2001, S. 91) ermöglicht. Mittels einer dimensionalen Diagnostik sollen Ausprägungen änderungsrelevanter Merkmale erfasst werden. Dem TIM liegt das multidimensionale Störungsmodell von Wanberg, Horn und Foster (1977) zugrunde, welches verschiedene Störungsaspekte wie z.B. konsumbezogene Verhaltensweisen und Symptome, soziale und psychologische Hintergrundvariablen einbezieht.
 

Testaufbau

Das TIM besteht aus 94 Fragen, die sich auf verschiedene Aspekte des Medikamentenkonsums beziehen. Die ersten 81 Items stellen den Hauptteil dar (Skalen 1-5), während 13 weitere Items partnerschaftsbezogene Aspekte thematisieren (Skalen 6-7). Die Auftretenshäufigkeit der beschriebenen Verhaltensweisen ist vom Probanden auf einer vierstufigen Skala (oft, manchmal, selten, nie) zu beantworten. Die Items lassen sich sieben faktorenanalytisch gebildeten Skalen zuordnen:
(1) Negative Folgen des Konsums (26 Items): Es werden die negativen psychischen, physischen und sozialen Konsequenzen, die für ständige Medikamenteneinnahme typisch sind, beschrieben.
(2) Positive Folgen und Funktionalität des Konsums (18 Items): Die Items betonen die durch Medikamente bewirkten Leistungssteigerungen im kognitiven, emotionalen und sozialen Bereich.
(3) Süchtig-auffälliger Konsum (21 Items): Es werden vielfältige Beeinträchtigungen durch den Medikamentenkonsum thematisiert, die sowohl durch erneute Einnahme als auch durch "suchttypisches" Vermeidungsverhalten kompensiert werden sollen.
(4) Medikamente als Lebenshilfe (10 Items): Diese Skala beinhaltet Items, die die erlebte Bedeutung der Medikamentenwirkung für die Lebensbewältigung thematisieren.
(5) Absetzversuche und polyvalenter Konsum (5 Items): Hohe Werte auf dieser Skala kennzeichnen Patienten mit polyvalentem, andauernden Konsum ohne nennenswerte Pausen.
(6) Partnerschaftsfaktor I (9 Items).
(7) Partnerschaftsfaktor II (4 Items).
 

Auswertungsmodus

Die Auswertung besteht in der Aufsummierung der Antwortwerte.
 

Auswertungshilfen

Schablonen zur raschen Auswertung können leicht selbst angefertigt werden.
 

Auswertungszeit

Die Auswertung beansprucht pro Fragebogen nur wenige Minuten.
 

Itembeispiele

Anmerkung: Im folgenden wird für jede der faktorenanalytisch gebildeten Skalen das jeweils ladungsstärkste Item (Faktorladungen in Klammern) aufgeführt (Funke et al., 2001, S. 99 ff.):
(1) Negative Folgen des Konsums: 33. Kam es nach Medikamenteneinnahme zu Krampfanfällen? (.81)
(2) Positive Folgen und Funktionalität des Konsums: 60. Waren Sie unter Medikamenteneinfluss durchsetzungsfähiger? (.71)
(3) Süchtig-auffälliger Konsum: 28. Waren Sie nach einer Zeit gesteigerten Medikamentenkonsums sehr bedrückt und niedergeschlagen? (.67)
(4) Medikamente als Lebenshilfe: 3. Haben Sie während der Arbeitszeit Medikamente zu sich genommen? (.66)
(5) Absetzversuche und polyvalenter Konsum: 66. Haben Sie versucht, zeitweise ohne Medikamente zu leben? (.57)
(6) Partnerschaftsfaktor 1: 94. Drohte Ihr Partner wegen Ihres Medikamentenkonsums mit Trennung oder Scheidung? (.84)
(7) Partnerschaftsfaktor 2: 82. Hat Ihr Medikamentenkonsum zu Partnerschwierigkeiten beigetragen? (.83).
 

Durchführung

 

Testformen

Das Verfahren kann als Einzel- oder Gruppentest durchgeführt werden.
 

Altersbereiche

Erwachsene.
 

Durchführungszeit

Die Durchführung dürfte ca. 15 Minuten erfordern.
 

Material

Neben dem Fragebogen ist nur Schreibgerät vonnöten.
 

Instruktion

Die Instruktion erfolgt schriftlich auf dem Testbogen, Nachfragen dürfen beantwortet werden.
 

Durchführungsvoraussetzungen

Die Testung kann durch eingewiesene Hilfskräfte erfolgen.
 

Testkonstruktion

Die Testkonstruktion erfolgte nach den Kriterien der Klassischen Testtheorie. Ausgehend vom multidimensionalen Modell der Alkoholauffälligkeit von Wanberg et al. (1977) wurden drei Bereiche formuliert, die bereits mit dem Trierer Alkoholismusinventar (TAI; Funke, Funke, Klein & Scheller, 1987) für den Bereich der Alkoholabhängigkeit operationalisiert wurden: (1) Stile des Alkoholkonsums, (2) negative Konsequenzen des Alkoholkonsums und (3) positive Konsequenzen des Alkoholkonsums (Funke et al., 2001, S. 92). Für den TIM wurden einige Items bezüglich der Medikamentenabhängigkeit umformuliert, andere Items wurden durch neue, speziell auf die Medikamentenabhängigkeit zugeschnittene Items ersetzt. Das vierstufige Antwortformat des TAI wurde beibehalten.
Überprüft wurde das TIM anhand einer Stichprobe von 309 Patienten mit der Primärdiagnose Medikamentenabhängigkeit bzw. Polytoxikomanie mit Medikamentenbeteiligung, die sich zum Erhebungszeitpunkt in der Eingangsphase einer stationären Entwöhnungsbehandlung in verschiedenen Fachkliniken befanden. Die Stichprobe umfasste 169 Frauen (55%) und 140 Männer (45%) im Alter zwischen 25 und 79 Jahren (Altersdurchschnitt 48.4; weitere Stichprobencharakteristika wie z.B. Angaben über die eingenommenen Medikamente vgl. Funke et al., 2001, S. 93).
Die 81 Items des Hauptteils des TIM wurden einer Hauptkomponentenanalyse mit anschließender Varimaxrotation unterzogen (Funke et al., 2001, S. 94 ff.). Die Autoren entschieden sich für die Fünffaktorenlösung, die 49.3% der Varianz aufklärte. Zur Definition der Faktoren wurden diejenigen Items herangezogen, die dem Fürntratt-Kriterium (Ladungsquadrat auf dem jeweiligen Faktor ist größer als die Hälfte der Kommunalität) genügten und zugleich eine Ladung von mindestens .40 aufwiesen. Die 13 Partnerschaftsitems des TIM wurden nach einer Faktorenanalyse der 221 Datensätze von Personen, die in Partnerschaften lebten, zwei Faktoren zugeordnet (69.7% aufgeklärte Varianz). Der erste Faktor (TIM 6) erwies sich dabei als eine Art "Generalfaktor", da fast alle Partnerschaftsitems auf diesem positiv luden. Die insgesamt sieben Faktoren wurden wie unter "Testaufbau" beschrieben benannt. Außerdem werden für jede Skala die durchschnittlichen Trennschärfen (im wesentlichen zwischen .50 und .78) berichtet, so wie die durchschnittlichen Schwierigkeiten (.40-.63). Einige Items erwiesen sich als äußerst schwer (S. 97).
 

Gütekriterien

 

Objektivität

Aufgrund der schriftlichen Instruktion kann die Durchführung als objektiv gelten. Zur Auswertung des Verfahrens liegen keine Angaben vor. Die Interpretationsobjektivität ist mangels Normen nicht gegeben.
 

Reliabilität

Die internen Konsistenzen (Cronbachs Alpha) für 309 Patienten mit diagnostizierter Medikamentenabhängigkeit (TIM1-5) bzw. von den 221 in Partnerschaft lebenden Personen (n = 221, TIM 6-7) liegen zwischen .63 und .95, wobei die Werte aller Skalen im Bereich von über .81 liegen und lediglich die Skala 5 eine deutliche niedrigere interne Konsistenz aufweist (vgl. Tabelle 1).

Tabelle 1
Interne Konsistenzen der TIM-Skalen (Cronbachs Alpha; Funke, Funke, Klein & Scheller, 2001, S. 97)
-------------------------------------------------- 
Skalen 1 2 3 4 5 6 7
--------------------------------------------------
.95 .92 .93 .82 .63 .94 .81
--------------------------------------------------
Anmerkungen. Skalenbezeichnungen: 1 Negative Folgen des Konsums, 2 Positive Folgen und Funktionalität des Konsums, 3 Süchtig-auffälliger Konsum, 4 Medikamente als Lebenshilfe, 5 Absetzversuche und polyvalenter Konsum, 6 Partnerschaftsfaktor 1, 7 Partnerschaftsfaktor 2.
 

Validität

Bisher liegen keine Untersuchungen zur Validität vor.
 

Normierung

Eine Normierung wurde bisher nicht durchgeführt. Funke et al. (2001, S. 97) berichten die Mittelwerte und Streuungen einer 309 PatientInnen umfassenden Stichprobe (siehe unter "Testkonstruktion").
 

Anwendungsmöglichkeiten

Das TIM lässt sich bei Personen im Falle einer erkannten Medikamentenabhängigkeit oder bei auffälligem Medikamentenmissbrauch einsetzen, um Ansatzpunkte für therapeutische Interventionen zu gewinnen. Der Einsatz ist im stationären Bereich, aber auch im Falle einer ambulanten Therapie denkbar.
 

Bewertung

Das Trierer Inventar für Medikamentenabhängige verfolgt den interessanten Ansatz, Anhaltspunkte für therapeutische Interventionen anhand der Selbstbeschreibungen des Medikamentenkonsums von Betroffenen zu gewinnen. Es ist plausibel, dass je nach "Nutzen" des Medikaments für den Klienten unterschiedliche Therapiemaßnahmen erforderlich sind. Die Konstruktion des Fragebogens wird leider sehr zurückhaltend beschrieben, wobei vor allem auf das Trierer Alkoholismusinventar Bezug genommen wird. Über offensichtlich existierende Vorformen wird nicht berichtet. Die Faktorenanalysen der 81 Hauptitems sowie der Partnerschaftsitems ergaben eine mehrdimensionale Struktur des TIM, die jedoch die vorher der Testkonstruktion zugrunde gelegten drei Bereiche so nicht abbildete. Allerdings sehen die Autoren die gefundene Struktur als Beleg für die Auffassung der Dimensionalität des Konstrukts "Medikamentenabhängigkeit". Die Zuordnung der Items zu den Faktoren angesichts der zum Teil fast identischen Ladungshöhen einiger Items auf mehreren Faktoren erscheint jedoch nicht so eindeutig. Verwirrend ist auch, dass die im Internet abzurufende Matrix der Faktorladungen für die Partnerschaftsfaktoren offenbar falsche Ladungshöhen enthält. Dort werden für den Faktor 7 (Faktor 2 der Partnerschaftsitems) äußerst geringe Ladungen angegeben, die die Zuordnung zu diesem Faktor nicht rechtfertigen würden. Weitere Studien zur Validität liegen nicht vor, wären jedoch sehr wünschenswert. Die Messgenauigkeit des Verfahrens ist zufriedenstellend. Eine Normierung wurde bisher nicht durchgeführt, da dafür nach Aussagen der Autoren eine größere Stichprobe benötigt werde (Funke et al., 2001, S. 98). Leider fehlen auch Hinweise auf die Auswertung des Verfahrens, so dass die angegebenen Mittelwerte nicht unbedingt nutzbar gemacht werden können. Insgesamt bietet das Verfahren interessante Aspekte. Vor einem standardmäßigen Einsatz zur Therapieplanung müssten Auswertungsrichtlinien erarbeitet sowie Studien zur Validität und Normen nachgeliefert werden.
 

Literatur

  • Baillie, A.J. & Mattick, R.P. (1996). The Benzodiazepin Dependence Questionnaire: Development, reliability, and validity. British Journal of Psychiatry, 169, 276-281.
  • Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI). (Hrsg.). (1994). ICD-10. Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme. 10. Revision. Bern: Huber.
  • Funke, W., Funke, J., Klein, M. & Scheller, R. (1987). Trierer Alkoholismusinventar (TAI). Göttingen: Hogrefe.
  • Funke, J., Funke, W., Klein, M. & Scheller, R. (2001). Trierer Inventar für Medikamentenabhängige (TIM). Konzeption und erste Befunde. Sucht, 47 (2), 88-103.
  • Glaeske, G., Günther, J. & Keller, S. (1997). Nebenwirkungen: Sucht. Medikamente, die abhängig machen. München: Kunstmann.
  • Grohmann, R., Poser, W., Schmidt, L.G. & Wolf, B. (1991). Medikamenten-Missbrauch und -Abhängigkeit bei psychiatrischen Patienten. Ergebnisse der AMÜP-Studie. In H. Hippius, M. Ortner & E. Rüther (Hrsg.), Psychiatrische Erkrankungen in der ärztlichen Praxis (S. 21-28). Berlin: Springer.
  • Kan, C.C., Breteler, M.H.M., Timmermans, E.A.Y., van der Ven, A.H.G.S. & Zitman, F.G. (1999). Scalability, reliability, and validity of the Benzodiazepine Dependence Self-Report Questionnaire in outpatient benzodiazepine users. Comprehensive Psychiatry, 40, 283-291.
  • Klein, M., Funke, J., Funke, W. & Scheller, R. (1984). Trierer Inventar für Medikamentenabhängige (TIM). Trier: Fachbereich I - Psychologie, Universität Trier.
  • Kovar, K.-A. (1992). Medikamente mit Missbrauchs- und Abhängigkeitspotential: Einteilungen und Wirkungen. In Deutsche Hauptstelle gegen die Suchtgefahren (Hrsg.), Medikamentenabhängigkeit (S. 59-67). Freiburg: Lambertus.
  • Poser, W. & Poser, S. (1996). Medikamente - Missbrauch und Abhängigkeit. Entstehung - Verlauf - Behandlung. Stuttgart: Thieme.
  • Wanberg, K.W., Horn, J.L. & Foster, F.M. (1977). A differential assessment model for alcoholism. The scales of the Alcohol Use Inventory. Journal of Studies on Alcohol, 38, 512-543.

 APA-Schlagworte/PSYNDEX Terms:

Classical Test Theory; Questionnaires; Rating Scales; Clinical Psychology; Drug Usage; Drug Addiction; Drug Dependency; Drug Abuse

Klassische Testtheorie; Fragebögen; Rating-Skalen; Klinische Psychologie; Drogenkonsum; Drogensucht; Drogenabhängigkeit; Drogenmissbrauch

 weitere Schlagworte:

1984; Open Access; 94 Items; Skalen: 1 Negative Folgen des Konsums, 2 Positive Folgen und Funktionalität des Konsums, 3 Süchtig-auffälliger Konsum, 4 Medikamente als Lebenshilfe, 5 Absetzversuche und polyvalenter Konsum, 6 Partnerschaftsfaktor 1, 7 Partnerschaftsfaktor 2; Normierungs-/Untersuchungsjahr: keine Angaben
 Klassifikation:

Klinische Psychodiagnostik; Sucht; Drogen- und Alkoholrehabilitation
Klinische Tests zur Suchtgefährdung
11.9
 Anwendungstyp: Clinical Diagnosis
 Art der Publikation: Test; Electronic Resources (90; 94)
 Sprache: German
 Land: Germany
 Publikationsjahr: 1984
 Änderungsdatum: 201108
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